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Seife, Pappe, Meisterwerke
Die Klassen 5a und 5c wandeln auf den Spuren von Barbara Hepworth.
Wer sagt eigentlich, dass Skulpturen immer massiv und schwer sein müssen? Und kann man aus einem gewöhnlichen Stück Seife oder einem einfachen Stück Pappe echte Meisterwerke zaubern? Die Klassen 5a und 5c sagen ganz klar: Ja, man kann!
In der letzten Unterrichtsreihe des Schuljahres haben wir uns mit der berühmten britischen Bildhauerin Barbara Hepworth beschäftigt. Sie war eine echte Pionierin in der Kunstwelt. Ihr großes Markenzeichen? Das Erfinden des „Lochs“ in der Skulptur! Sie bohrte Öffnungen mitten durch ihre Figuren, damit das Licht darin spielen kann, die Formen luftig wirken und man völlig neue Perspektiven entdeckt. Inspiriert von dieser Idee sind unsere Fünftklässler*innen selbst kreativ geworden.
Skulptur-Begegnung: Riesengroß oder klitzeklein?
Zum Einstieg haben wir uns mit Hepworths größtem Werk beschäftigt: der über 10 Meter hohen Skulptur „Single Form“, die in New York vor dem Gebäude der Vereinten Nationen steht. Die Schülerinnen und Schüler durften zeichnerisch und mit Collageelementen aus Zeitschriften ihre ganz eigene Antwort geben auf die Frage: Ist die Skulptur eigentlich riesengroß oder klitzeklein? Dabei entstanden völlig unterschiedliche, fantastische Bildwelten.
Klasse 5c: Seifenskulpturen mit Durchblick
Die Klasse 5c wagte sich an ein ganz besonderes Alltagsmaterial: handelsübliche Kernseife! Nach dem Vorbild von Barbara Hepworth, die Zeit ihres Lebens schwere Steine bezwang, wurden die Schülerinnen und Schüler selbst zu Bildhauern.
Ausgerüstet mit Bleistift zum Vorzeichnen, Messer, Modellierwerkzeug und einem Kartoffelsparschäler ging es ans Werk. Die Ecken wurden gekappt und mit dem Sparschäler zu wunderbar weichen, fließenden Rundungen geformt. Die größte Herausforderung: in echtes „Loch mit Durchblick“ in die Seife zu stanzen, ohne dass das Material zerbricht. Um den Werken den typischen Hepworth-Stil zu verleihen, wurden anschließend feine Fäden straff über die Öffnungen gespannt. Das Ergebnis? Wunderschöne, duftende Skulpturen, die das Spiel von Licht und Raum perfekt einfangen!
Klasse 5a: Die kunstvollen Fadenbilder
Die Klasse 5a widmete sich derweil einer anderen Technik der Künstlerin, die von den Formen des Meeres und der Klippen inspiriert ist: den Fadenstrukturen. Barbara Hepworth spannte oft echte Fäden wie Harfensaiten über die Öffnungen ihrer Skulpturen, um die unsichtbare Spannung des Windes und der Natur darzustellen.
Die Schülerinnen und Schüler zeichneten zunächst Entwürfe in ihre Skizzenhefte und übertrug diese ganz zart auf Pappe. Nach dem Ausschneiden der geschwungenen Formen und Durchbrüche kam Feinarbeit: Es mussten viele kleine, gleichmäßige „Zähnchen“ in den Rand der Pappe geschnitten werden. Über diese Zacken wurden dann bunte Fäden kunstvoll miteinander verwebt. Durch die präzise Faden-Spannung entstanden faszinierende, geometrische Muster, die flach auf der Pappe liegen und trotzdem eine verblüffende dreidimensionale Wirkung erzielen.
Große Ausstellung im Schulfoyer!
Nach einer intensiven Selbsteinschätzung ihrer handwerklichen Fähigkeiten haben die Klassen ihre Arbeiten stolz zusammengeführt.
Ab sofort könnt ihr alle Collagen, Seifenskulpturen und Fadenbilder in einer großen Gemeinschaftsausstellung im Foyer unserer Schule bewundern. Kommt vorbei, wechselt einmal die Perspektive und genießt den „Durchblick“!
Ein großes Lob an die Künstlerinnen und Künstler der 5a und 5c für ihren tollen Einsatz und ihre Geduld!










































